Jusos Rostock wählen neuen Vorstand und sprechen sich für Winterabschiebestopp aus

Am Samstag den 05.05. trafen sich die Rostocker Jusos zu ihrer ordentlichen Kreisvollversammlung um einen neuen Vorstand zu wählen und um ihre politischen Leitlinien für das nächste Jahr abzustecken. Sehr freuten sich die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten über die Grußwörter vom Rostocker SPD-Kreisvorsitzenden Julian Barlen und von der Juso-Landesvorsitzenden Luisa Heide. Die Jusos Rostock sprachen sich einstimmig für ein sofortiges Winterabschiebeverbot aus. „Es ist aus humanitären Gründen geboten, Geflüchtete nicht im Winter abzuschieben, da sie kein Obdach in ihrem Herkunftsland haben und somit zu Obdachlosen im Winter gemacht werden“, begründete der neue Vorsitzende Valerian Thielicke den Antrag. “Zudem ist die aktuelle Abschiebepraxis, bei der wie vor einigen Tagen in Rostock Risikogruppen wie Schwangere von Abschiebungen betroffen sind, schlichtweg unmenschlich. Hier werden Familien zerstört“, so Thielicke weiter. Neben ihm wurden Katharina Wilke, Bianca Rode, Tim Rahden sowie Philipp Bernhart als stellvertretende Kreisvorsitzende und Tobias Goldberg sowie Sarah Rosener als Beisitzer in den neuen Vorstand gewählt. Den neuen Vorstand erwarten im nächsten Jahr viele große Aufgaben. Allen voran die Landtagswahlen. Hier gibt es viele Aufgaben, die für alle Jungsozialisten und Jungsozialistinnen zentral sind. So gilt es einerseits den Aufstieg der rechtspopulistischen beziehungsweisen rechtsextremen Kräfte in Mecklenburg-Vorpommern zu stoppen, deren verheerende Politik in den Nachbarländern Frankreich und Polen schon zu beobachten ist. Andererseits muss innerparteilich für die Koalitionsoption Rot-Rot gekämpft werden. Nur in dieser Konstellation könne in Zukunft erfolgreich die Geschicke des Landes gelenkt werden, konstatierte der neue Vorstand. So müsse man eine Ungleichbehandlung und Ausbeutung der Auszubildenden im Land bekämpfen. Priorität haben hierbei die Einführung einer Landesauszubildendenvertretung, damit Azubis ein Vertretungsorgan haben, ein Landesauszubildendenticket sowie eine Mindestvergütung für Auszubildende. Sie dürfen nicht länger nur billige Arbeitskräfte sein, die nach der Ausbildungszeit aufgrund von Kostengründen nicht übernommen werden. Um das alles zu erreichen, ist geplant, im Wahlkampf für jede Stimme zu kämpfen und innerparteilich in der SPD im Sinne der Doppelstrategie immer wieder als linkes Korrektiv aufzutreten. Weiterhin wollen die Jusos sich im Rahmen der antifaschistischen Arbeit für Aufklärung in der Bevölkerung einsetzen und sich denjenigen auf Demonstrationen in den Weg stellen, die Menschenverachtung sowie Rassismus predigen. „Ich werde selbst wenn das Vermummungsverbot aufgehoben wird den Rassisten und Unbelehrbaren offen entgegentreten und mein Gesicht zeigen!“, kündigte die stellvertretende Vorsitzende Katharina Wilke an, um an den viel diskutierten Beschluss der Jusos im Bund zu erinnern. Ebenfalls Thema war die Situation von Geflüchteten. Viele Mitglieder der Rostocker Jusos waren in den letzten Monaten sehr aktiv und halfen direkt die Lage zu verbessern. Unser Dank gilt hier allen Menschen, ohne die die menschenwürdige Unterbringung nicht möglich gewesen wäre. „Die politischen Fragen der Integration müssen nun aber angegangen werden“, forderte Tim Rahden, stellvertretender Kreisvorsitzender. Und Rahden weiter: “Wir werden uns weiterhin für eine menschenwürdige Situation der Geflüchteten einsetzen“ Zum Abschluss der Veranstaltung, dankte Valerian Thielicke allen ausscheidenden Vorstandsmitgliedern und stimmte wie traditionell üblich die Internationale an.

IMG-20151205-WA0012

die anwesenden neuen Vorstandsmitglieder
mit der Landesvorsitzenden Luisa Heide

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.