Kein Werben fürs Sterben – Jusos Rostock kritisieren Bundeswehr Werbung der Hansestadt Rostock

Die Jusos Rostock kritisieren die Plakataktion der Hansestadt Rostock für den „Tag der Bundeswehr“ und fordern insbesondere das Benutzen von Minderjährigen als Werbeträger für militärische Berufe zu beenden.

„Als Garnisonsstadt stehen wir zu den Soldatinnen und Soldaten und zollen den Angehörigen der Bundeswehr Respekt für die Erfüllung ihres Dienstes für unser Land“, so das offizielle Statement von Oberbürgermeister Methling anlässlich des bundesweit stattfindenden „Tages der Bundeswehr“ am 13.06.2015. Um diesen für die Außenwirkung der Bundeswehr wichtigen Tag öffentlichkeitswirksam zu inszenieren, hielt es die Stadt offenbar für notwendig, Plakate mit der Aufschrift „Wir stehen zu unseren Soldaten“ mit einem lächelnden Kind samt, Kapitänsmütze auf dem Kopf, an ca. 170 Stellen in Rostock aufzuhängen. Die Jusos Rostock lehnen diese Instrumentalisierung von Kindern als Werbeträger für die Bundeswehr entschieden ab: „Durch die Plakataktion der Stadt wird ein unkritisches Bild vom Beruf der Soldaten und Soldatinnen erzeugt – dass diese dabei in Kriegen dienen müssen, in denen wie in Afghanistan reihenweise unschuldige Zivilisten sterben, wird völlig ignoriert.“, so Anne Niekrenz, Kreisvorsitzende der Jusos Rostock. „Darüber hinaus sprengt es die Grenzen der Geschmacklosigkeit, Kinder als Werbeträger für deutsche Streitkräfte zu missbrauchen. Siebzig Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges sollte die Devise eher ‚Nie wieder Krieg; lauten, anstatt in altpreußischer Manier das Militär zu bejubeln.“, so Niekrenz weiter.

Der Tag der Bundeswehr wurde am 13.06.2015 das erste Mal an 15 Bundeswehrstandorten in der ganzen Bundesrepublik begangen. Die Hansestadt Rostock ist seit 2012 der Hauptsitz des Marinekommandos der Deutschen Marine und damit der höchsten Kommandobehörde der Seestreitkräfte der Bundesrepublik.

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