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Jusos Rostock fordern ein Umdenken in der Schulpolitik der Stadt

Pressemitteilung

Die Jusos Rostock nehmen die Studie des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB) für Sozialforschung zur aktuellen Situation der Schulen in Rostock mit Besorgnis zur Kenntnis und fordern ein Umdenken in der Schulpolitik der Stadtverwaltung. Vorausgegangen war die Berichterstattung über die Studie in den lokalen Medien.

Dazu Tom Lüth, Kreisvorsitzender der Jusos Rostock: „Die Ergebnisse der Studie sind erschreckend. Das ist bereits die zweite Studie in kurzer Zeit, die Rostock eine massive Fehlentwicklung hinsichtlich sozialer Spaltung attestiert. Das Problem ist jedoch mit der Abschaffung der Privatschulen nicht gelöst, denn offensichtlich werden die Kapazitäten in der Stadt gebraucht. Daher fordern wir von der städtischen Verwaltung ein Umdenken in der Schulpolitik.“ Aus Sicht der Jusos ist es notwendig, dass sowohl Sanierung und technische Aufrüstungen als auch ein besseres Betreuungsangebot vor allem in den Stadtteilen zuerst geschaffen werden in denen keine Privatschulen existieren um die bestehende soziale Spaltung abzumildern. Langfristig sind die Jusos für eine Schullandschaft in der staatliche Gesamtschulen das städtische Bild prägen, da Schulen der Ort sein müssen an denen alle gesellschaftlichen Schichten zusammen kommen, meint der 26-Jährige weiter.

„Privatschulen sind leider notwendig, um flexibel neue und gute Unterrichtsmethoden zu ermöglichen, dagegen sind staatliche, innovative Schulformen wie die Jenaplan-Schule noch immer eine Ausnahme. Ob durch bürokratische Hürden oder die finanzielle und technologische Ausstattung – wir dürfen es nicht hinnehmen, dass staatliche Schulen nur einen „Plan B“ darstellen, falls man sich keinen Zugang zu einer Privatschule leisten kann. Hier ist die Landesregierung gefragt, dafür zu sorgen, dass staatliche Schulen nicht nur eine Mindestversorgung anbieten, sondern Privatschulen entbehrlich machen.“, so Carlo Molitor-Eckert, stellvertretender Kreisvorsitzender der Jusos Rostock abschließend.

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